Süddeutsch (Franz Jacob Späth ca. 1770)

Süddeutsch (Franz Jacob Späth ca. 1770)
Süddeutsch (Franz Jacob Späth ca. 1770)

Dokumentation und Faksimile-Rekonstruktion eines frühen süddeutschen Hammerflügels

Dieser Hammerflügel süddeutscher Bauart von ca. 1770 kann als ein Repräsentant der Klavier-Klangwelt Wolfgang Amadeus Mozarts in dessen Jugendzeit gelten. Er wurde auf dem Dachboden eines ehemaligen Gasthauses in Tannheim (Bezirk Reutte/Tirol) gefunden und kann dem Regensburger Orgelbauer Franz Jakob Späth (auch Spath) zugeschrieben werden. Seine Hammer-Mechanik entspricht einer damals wohl gängigen süddeutschen Stoß-Mechanik ohne Auslösung. Über Späth  schreibt Mozart 1777 an seinen Vater : „Ehe ich noch vom stein seiner Arbeit etwas gesehen habe waren mir die spättischen Clavier die liebsten. “   

Der Tannheimer Flügel war bei seiner Entdeckung stark beeinträchtigt und beschädigt. Er wurde im Zustand seiner Auffindung am Greifenberger Institut fotografisch und CAD-technisch dokumentiert.  Auch wurde dieses für die Entwicklungsgeschichte des Klavierbaus  wichtige Instrument in „experimental-archäologischer Verfahrensweise“ rekonstruiert und damit „mittelbar" wieder zum Klingen gebracht - ohne Beeinträchtigung seiner originalen Substanz.  Die Faksimile-Kopie entstand innerhalb von 24 Monaten und ergab eine Fülle instrumentenkundlicher Erkenntnisse, über die nachfolgend noch weiter informiert wird. Mehr

während des Baus ...
während des Baus ...
während des Baus ...
 
Faksimile-Rekonstruktion
Faksimile-Rekonstruktion
 
 

 
 
 

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